Faust- ein deutscher Mythos

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Faust- ein deutscher Mythos2019-03-18T18:08:36+02:00

Im Zusammenhang mit der Aufführungsserie des „Jedermann“ 2016  auf Schloss Königsbrück, kam auch des Öfteren die Rede auf Goethes „Faust“, als zweite Möglichkeit eines geeigneten großen Stücks für ein solches Schloss-Ambiente.

Dem professionellen künstlerischen Leiter Jan Graf-Betge fiel auf, dass jedem der Titel „Faust“ bekannt ist, aber dass nahezu niemand in der Spielschar den Inhalt kennt, geschweige denn das Stück je auf der Bühne gesehen hat. Bei einer kleinen  Zuschauerbefragung wurde deutlich, dass es einem Großteil unserer Zuschauer in Melle ebenso geht.

In der Folge reifte im Regisseur der Plan heran, den „Faust“ auf die Bühne zu bringen. Aber Goethes „Faust I“ dauert ungestrichen 14 Stunden. Und  das Ganze dann gesprochen von Amateuren?!

Goethes Lebensgefährtin Christiane Vulpius sollte durch das Stück führen, hatte sie doch ab 1802 Bad Lauchstädt , wo gastspielweise von den Weimarer Schauspielern Aufführungen gegeben wurde, fast jedes Jahr mehrere Wochen besucht. Sie begleitete dort die Weimarer Schauspieler, organisierte deren Unterbringung vor Ort, kümmerte sich um das Kassenwesen des Theaters und berichtete Goethe in Briefen über den Verlauf der Gastspiele.

Angeregt durch diese weibliche Betreuung der Theaterabstecher in Bad Lauchstädt wird also in den Aufführungen der Theaterbande Phoenix eine Schauspielerin als die „Vulpius“  jetzt auch die Einrichtung von Goethes Faust im Jahre 2019 im Schlossgarten von Königsbrück übernehmen und immer dort eingreifen, erläutern und ergänzen, wo Striche in dem normalerweise 14 stündigem Werk „Faust I“ große Passagen weglassen werden.

Somit entsteht eine Bearbeitung des  Faust -Textes, in dem nebenbei verständlich wird, wie der Mythos entstehen konnte. Gleichzeitig wird damit der Text zugänglich, auch für diejenigen, die bisher nicht eine Zeile aus dem „Faust“ kennen.

Faust - Theaterbande Phoenix

Wie im Jahr 2016 mit dem „Jedermann“ gibt es damit eine Neuauflage eines Klassikers auf Schloss Königsbrück, das einem solchen Stück einen würdigen, großartigen Rahmen bietet.

Das historische Schlossgebäude Königsbrück mit zwei Wassergräben, wird einbezogen in die Inszenierung Jan Graf-Betge von der Theaterbande Phoenix.

Der Garten, das Schloss und die Wassergräben stehen im Mittelpunkt, wenn der Text von Johann Wolfgang von Goethe gespielt wird.

Die Termine sind am 09.08., 10.08., 16.08., 17.08. und 23.08. 2019 jeweils um 20 Uhr.